[Rezension] "Das Haus der verschwundenen Kinder" von Claire Legrand





→ Klappentext 


Das Leben in der beschaulichen Kleinstadt Belleville ist genau so, wie die zwölfjährige Victoria es gern hat: übersichtlich, vorhersehbar und aufgeräumt. Und Victoria mit ihrem strengen Zopf, den ordentlichen Kleidern und den hervorragenden Noten passt perfekt nach Belleville. Eine einzige Unregelmäßigkeit erlaubt sie sich: den verträumten und vergesslichen Lawrence, der so ganz das Gegenteil von ihr ist. Lawrence ist ihr bester Freund. Als er plötzlich spurlos verschwindet, ist es allerdings vorbei mit Victorias geordnetem Alltag. Sie würde es nie zugeben, aber sie vermisst ihn furchtbar. Daher stellt sie auf eigene Faust Nachforschungen an. Was Victoria entdeckt, gefällt ihr gar nicht: Unter der glatten Oberfläche von Belleville verbirgt sich ein dunkles Geheimnis. Eines, das offenbar in der Erziehungsanstalt von Mrs. Cavendish seinen Ausgang nimmt. Die rebellischen Kinder, die dorthin geschickt werden, kommen ungewöhnlich still und brav zurück – oder gar nicht mehr. Steckt Mrs. Cavendish hinter Lawrences Verschwinden?


→ Der erste Satz 


Als Victoria Wright zwölf Jahre als war, hatte sie exakt einen Freund.


→ Inhalt 


In dem Buch "Das Haus der verschwundenen Kinder" geht es um die zwölfjährige Victoria. Diese scheint die Verkörperung eines perfekten, braven Mädchens zu sein. Sie kleidet sich stets adrett, ist Jahrgangsbeste, immer höflich und zuvorkommend und hat einen Ordnungsfimmel. 
Ihr bester Freund oder auch "ihr persönliches Projekt" - wie sie es gern bezeichnet - ist Lawrence. Er ist das komplette Gegenteil von Victoria. Er liebt die Musik und geht ihr und seiner Umgebung regelmäßig auf die Nerven. Außerdem ist er unordentlich, chaotisch, kann sich einfach nicht das Hemd in die Hose stecken, was sie tierisch aufregt, summt bei jeder Gelegenheit und, das Schlimmste, seine Haare: Sie sind ständig ungekämmt und von grauen Strähnen durchlaufen, weshalb er von den anderen Kindern immer "Stunk" (dt. für Stinktier) genannt wird. Eines haben die beiden aber gemeinsam: sie sind Außenseiter! Keiner von beiden hat Freunde oder wird von den anderen Kindern gemocht.

An einem Tag im Oktober verschwindet Lawrence plötzlich. Als sie sich bei Mr. & Mrs. Prewitt, seinen Eltern, nach ihm erkundigt, teilen sie ihr mit, dass er sich um seine kranke Großmutter kümmert. Einige Tage glaubt sie ihnen das, wobei sie ein ungutes Gefühl hat. Die beiden haben einen komischen Ausdruck auf ihren Gesichtern, ein zu breites Lächeln und sie sind ein wenig zu freundlich. Immer öfters beschleicht sie das Gefühl, dass etwas nicht stimmt, sie beobachtet wird und sich immer mehr Menschen seltsam verhalten. Als schließlich weitere Kinder verschwinden und sie die Prewitts immer seltsamer verhalten beginnt sie Nachforschungen anzustellen. Sie fragt in ihrer Nachbarschaft und jeder verhält sich komisch, wenn sie nach dem verschwundenen Lawrence fragt. 

Als sie schließlich in der Erziehungsanstalt nach Lawrence fragen möchte, lernt sie wunderschöne Mrs. Cavendish kennen. In ihrer Gegenwart fühl sie sich seltsam friedlich und eingelullt. Sie hatte völlig vergessen, weshalb sie zu ihr gekommen war. Während des Gespräch landet ein Papierflieger in der Küche, den sie beim Gehen heimlich mitnimmt. Auf diesem steht eine Botschaft für sie: "HILF UNS!" 

Victoria ist alarmiert und stellt Nachforschungen in der Bibliothek an, wo sie auch Professor Alban trifft, der, wie sie, als einer der Wenigen das Verschwinden der Kinder mitbekommen hat. Während die beiden sich in der Bibliothek unterhalten verschwindet dieser plötzlich und Victoria beschließt dem nun selbst auf den Grund zu gehen und Lawrence und die anderen aus der Erziehungsanstalt zu befreien. 


→ Fazit 


Da das Buch als Jugendbuch 2012 ausgezeichnet wurde, hatte ich große Hoffnungen mal wieder ein sehr gutes Buch zu lesen. Leider wurde ich ziemlich enttäuscht.

Die Schreibweise aus der 3. Person wirkt sehr holprig. Die Sätze sind oft schwer verständlich aufgebaut, sodass ich sie oft zweimal lesen musste. Ich musste mich während des Lesens auf die Geschichte konzentrieren um sie zu verstehen. Es kamen viele Wiederholungen vor und irgendwann war ich nur noch genervt, dass mir der Autor schon wieder etwas sagte, dass er 2 Seiten zuvor erst erwähnt hatte. 

Leider ließ die Geschichte aus sehr viele Fragen ungeklärt, was mich als Leser einfach nur mit einem riesige Fragezeichen im Kopf zurücklässt. Auch würde ich es nicht als Jugendbuch bezeichnen, das es teilweise schon sehr schwere Kosten war und ich es oft beiseite legen musste um den Kopf wieder frei zu bekommen.

Die Grundidee finde ich sehr interessant und finde es mehr als schade, dass die Autorin die Geschichte so in den Sand gesetzt hat. Für mich bedeutet dies leider folgende Bewertung:


2 von 5 Herzen





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